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Der Freundeskreis "Die Wachthäusler" e.V.
Der Freundeskreis "Die Wachthäusler" e.V. wurde am 13. November 1995 gegründet.
Weitere Informationen zur Historie des Wachthäusels und des Vereins finden Sie unter "unsere Historie".
Informationen zu unseren Aktivitäten im und ums Wachthäusel finden Sie unter "unsere Aktivitäten".
Der ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zweck ist die Förderung von kulturellen und sozialen Belangen.
Der Zweck wird verwirklicht durch die Nutzung des Wachthäusels als kulturelle Begegnungsstätte, auch für Dritte, und durch die Unterstützung von Einrichtungen und Gemeinschaften (z.B. Schulen, Kindertagesstätten, Sondereinrichtungen für Behinderte, Altenheime) sowie hilfsbedürftigen Personen.
Weitere Informationen finden Sie unter "unsere Spenden".
Der Verein hat zurzeit 106 Mitglieder.
Der Mitgliedsbeitrag beträgt 6 € pro Jahr.
Unser Vereinsvorstand
| 1. Vorsitzende | Karin Hechler |
| 2. Vorsitzender | Markus Biehler |
| Kassenwartin | Steffen Meinel |
| Schriftführer | Joachim Lehnert |
| Beisitzer | Wolfgang George |
| Beisitzerin | Hedi Gütermann |
| Beisitzerin | Renate Brosam |
Weitere Informationen zu unserem Verein
Unsere Vereinssatzung finden sie hier als PDF-Datei.
Möchten Sie Mitglied werden? Das Antragsformular finden sie hier als als PDF-Datei.
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Die Geschichte des Wachthäusels und unseres Vereins
Die Geschichte des Wachthäusels
Seit Jahrhunderten schützten sich Gemeinden durch Tag- und Nachtwächter vor Diebstahl, Brand und Unruhe. Auch in Bornheim erfüllte der Nachtwächter neben seinem Polizeidienst die Aufgabe, nachts die Stunden auszurufen.
Nachdem die Pfalz 1816 zum Königreich Bayern gekommen war, beschloss die Gemeinde Bornheim Im Jahr 1834 den Bau eines eigenen Wachthauses.
Architekt Flörchinger am Landkommissariat Landau plante für Bornheim in der Hauptstraße Nr. 45 das kleine Wachthaus nach der künstlerischen Vorliebe des bayerischen Königs Ludwig II. im Stil eines kleinen griechischen Tempelchens; an der Frontseite mit zwei einfachen Rundsäulen und zwei angedeuteten Pfeilern dahinter, überdacht von einem flachen Giebel. Die Schauseite des kleinen Gebäudes war der Dorfstraße zugewandt.
Am 18. Juli 1834 wurde zur Minderversteigerung der Erbauung eines neuen Wachthauses geschritten. Sieben Steigerer unterboten sich gegenseitig, wobei der Bornheimer Maurer Johannes Wind für 398 Gulden den Zuschlag bekam.
1835 wurde es fertig- und in Dienst gestellt. Das neue Gebäude hatte hinter dem kleinen, überdachten Vorplatz lag eine neuneinhalb Quadratmeter große Wachtstube mit einem Ofen und dahinter eine etwa vier Quadratmeter große Arrestzelle, die jedoch nur selten gebraucht wurde. Das Wachthäusel war somit nicht nur Wache, sondern auch kurzfristiges Gefängnis für Festgenommene oder Durchreisende in Verwahrung.
Im Jahre 1868 ließ die Gemeinde das Wachthaus nach Osten hin erweitern
, um für eine erstmals angeschaffte Feuerspritze einen Unterstellraum zu schaffen. Dabei wurde der bisherige Dachfirst um 90 Grad gedreht und verläuft jetzt mit dem Dach des Anbaus in West-Ost-Richtung. Man nahm dabei in Kauf, dass das Wachthaus seine nach Süden gerichtete Giebelseite und damit seine klassizistische Ausstrahlung verlor. Der rechte Anbau bekam die Hausnummer 47.
Und deshalb hat das Wachthäusel bis heute zwei Hausnummern.
Mit der Einführung des elektrischen Lichts und der Straßenbeleuchtung im Jahr 1914 verlor das Nachtwächteramt seine Bedeutung und wurde abgeschafft. Nur noch die Feuerwehr nutzt das Wachthäusel für die Feuerspritze.

26 Jahre später, im Januar 1940, stellte die Gemeinde das Wachthausder Bornheimer Milchlieferungsgenossenschaft zunächst kostenlos, im Jahr 1949 gegen eine Jahresmiete von 125 DM zur Verfügung.
Nachdem die Milchsammels
telle aufgelöst wurde und die Feuerspritze im Jahr 1971 im neu gebauten Feuerwehrgerätehaus untergebracht wurde, stand das kleine Gebäude ungenutzt da und drohte zu verkommen.
I
m Rahmen des Wettbewerbs „Unser Dorf sollschöner werden!“ wurde 1990 die Außenfassade hergerichtet, die bisher unverputzt war. Innen war das Wachthäusel weiterhin ein Rohbau ohne Installationen.
Die Geschichte unseres Vereins
Erst in den 1990er-Jahren erhielt das Wachthäusel eine neue Aufgabe.
Mit dem damaligen Leiter des Kindergartens, Michael Feldmann, als Ideengeber beschloss eine Interessensgemeinschaft aus interessierten Kindergarteneltern und Ehemaligen das Wachthäusel zur Weinkerwe 1995 zu öffnen und die Einnahmen sozialen Zwecken zuzuführen.
Nachdem dieses Vorhaben ein voller Erfolg war, schlug diese Interessensgemeinschaft der Gemeinde vor, das Wachthäusel in den Innenräumen dauerhaft so umzugestalten und zu erweitern, damit es für alle Bornheimer und deren Vereine ganzjährig nutzbar wird.
Der damalige Bürgermeister Dieter Hörner war begeistert und stimmte dem Bauvorhaben unter der Maßgabe einer Eigenbeteiligung von einem Drittel der Baukosten durch eine Bürgerinitiative oder einen Verein zu. Der Gemeinderat griff die Idee auf und beauftragte den Dorfplaner, einen Vorschlag zur Sanierung und zum Ausbau in Abstimmung mit der Interessengemeinschaft zu machen. Dabei wurde festgelegt, dass die finanziellen Mittel für die Baumaßnahme durch die Gemeinde und durch Landeszuschüsse bereitgestellt werden, die Arbeitsleistung jedoch überwiegend durch die Interessensgemeinschaft selbst sichergestellt werden muss.
Zur rechtlichen Absicherung der Interessensgemeinschaft für die Teilhabe am Umbau und für die weiteren Aktionen im Wachthäusel wurde der Freundeskreis "Die Wachthäusler" e.V. am 13. November 1995 gegründet.
Dabei stellt der Vereinsname mit der Bezeichnung der Mitglieder als "Wachthäusler" den besonderen Bezug zum Wachthäusel her. Als nicht alltägliches Ziel des Vereins sieht die Satzung die Unterstützung von Einrichtungen und Gemeinschaften (z.B. Schulen, Kindertagesstätten, Sondereinrichtungen für Behinderte, Altenheime) sowie hilfsbedürftigen Personen, z.B. durch Spenden aus Einnahmen der Veranstaltungen, vor.
Vorrangiges Ziel des Vereins war es aber zunächst, in den Jahren 1997 und 1998 in 3.656 Arbeitsstunden den Schuppen hinterm Wachthäusel abzureißen, einen Anbau mit Küche und Toiletten hochzuziehen und den Innenausbau mit Wasser- und Elektroinstallationen fertigzustellen.
Die feierliche Übergabe des Wachthäusles an den Verein erfolgten zu Beginn der Bornheimer Weinkerwe am Freitag, 4. September 1998.
Danach konnte der Verein das Wachthäusel regulär für öffentliche Veranstaltungen, Kultur-Events und Weiterbildungskurse nutzen. Das Wachthäusel ist auch dritten zugänglich und steht damit beispielhaft für den Wandel vom Ort der Kontrolle und Verwahrung zu einem lebendigen Treffpunkt des Dorfes.
Nach einer Konsolidierungsphase im Vereinsvorstand hatte der Freundeskreis eine zeitlang einen ganzjährigen Musikunterricht angeboten, aus dem (irgendwie) auch die Wachthäusel-Combo entstanden ist - die jetzige Band "Guardhouse". In den Herbst- und Wintermonaten werden auch mit großem Erfolg Veranstaltungen im Dorfgemeinschaftshaus mit bekannten oder noch unbekannten Künstlern für die Bornheimer Bürger ausgerichtet. Auch hier fließen die Einnahmen sozialen Zwecken zu.